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Freitag, 31. März 2017

Water Love - Rezension

"Water Love" 
von Marion Hübinger




Klappentext:

Der neunzehnjährige Bela erwartet nicht mehr viel vom Leben. Nicht, nachdem seine Eltern vor drei Jahren bei einem Flugzeugunglück umgekommen und sein Großvater Laszlo, ein berühmter Maler, aus Ungarn zu ihm gezogen war. Erst recht nicht in einer Zeit, in der jeder die drastischen Bedrohungen des Klimawandels nervös verfolgt und sich fragt, wie er überleben wird. Wer zu den Waters gehört, wird das Glück haben gerettet zu werden. Seit Bela zurückdenken kann, regieren die Waters das Land. Doch Bela ist ein Landers, einer, der dazu verdammt ist, an Land zu bleiben, sollte es zur Katastrophe kommen. Warum muss ausgerechnet er sich in eine Waters verlieben? Warum muss genau in dem Moment die Smogwelle über Kiel Alarmstufe ROT auslösen und ihn und Sintje viel zu schnell wieder trennen? Als Bela im Bunker festsitzt, fragt er sich jeden Tag, ob es eine Hoffnung für ihre Liebe geben wird …

***

Ein dystopischer Roman, der sehr nachdenklich macht. Die Geschichte als solches nimmt den Leser schon mit auf die Reise und packt mit einem dichten Spannungsbogen. Aber dazu entwirft die Autorin noch ein absolut beklemmendes Zukunftsbild mit einer beängstigenden utopischen Diktatur. Die Schere zwischen Arm und Reich - zwischen Erwählt und Abserviert klafft so weit wie noch nie. Die Verlierer sind von vornherein chancenlos. Es ist fast nicht möglich sich aus eigener Kraft aus der Schicht der Landers zu befreien. Aber auch die Waters auf dem Schiff sind alles andere als frei. Sie können ihr Utopia nur leben, indem sie vor der ganzen Umwelt die Augen verschließen.

Sintje kann sich damit nicht abfinden und hat sich doch auf einen Deal mit ihrem Freund eingelassen und ist jetzt genau da, wo sie nicht sein wollte.
Auf dem Watership lässt Lukas sie ein übers andere Mal auflaufen und Sintje fühlt sich wie ein gefangenes Tier.
Bela hält es im Bunker nicht aus und geht auf Raubzüge in die verlassene Stadt. Das ist nicht nur ein Ausbrechen von seiner Seite, sondern pure Notwendigkeit, da die Vorräte im Bunker längst nicht ausreichen und viel zu viele Schutzbefohlene versorgt werden müssen. Was für ihn anfangs nur eine Flucht mit positivem Nebeneffekt war, entwickelt sich zu weit mehr. Bela sieht eine kleine Hoffnung auf das Watership zu gelangen und Sintje zu befreien. Die Erfolgsaussichten sind äußerst gering, aber er ergreift die erste Gelegenheit und versucht seine Liebe zu retten......

Die Geschichte ist durchweg packend und auch durchaus plausibel. An einigen Stellen fragt man sich aber schon, ob die Risiken, die die Protagonisten eingehen realistisch sind. Es mag natürlich sein, dass man in einer ausweglos scheinenden Situation bereit ist viel mehr zu riskieren als in der warmen Sicherheit der eigenen vier Wände.

Alles in allem ein äußerst lesenswertes Buch, das auch wieder einmal aufzeigt, dass der Mensch häufig rücksichtslos das eigene Wohl verteidigt ohne an die Konsequenzen für die Mitmenschen zu denken. Mich hat das Buch auf jeden Fall sehr nachdenklich gestimmt.
Auch ist die Zukunfstvision mit dem heftigen Dauersmog recht realitätsnah und macht mir angst.

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Titel: Water Love
Seiten: 309
ISBN: 978-3-95991-258-7
Bewertung: 5 von 5

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